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Achterbahnfahrt mit versöhnlichem EndeNLB-Handball.

NLB-Handball. Der TV Solothurn hat seinen ersten Saisonsieg eingefahren. Das Spiel gegen Winterthur war aber ein enormes Auf und Ab, in dem die Solothurner am Ende auch das Glück in Anspruch nehmen mussten, das ihnen in den ersten Partien fehlte.


Gaudenz Oetterli


Als zum Schluss bei eigenem Ballbesitz die Uhr herunterlief fielen sich alle TVS-Spieler in die Arme. Am ausgelassenen Jubel der Gäste war zu erkennen, wie gross der Druck war, der von ihnen abfiel. Die ersten Punkte der Saison nach zuletzt drei Niederlagen waren am Ende glücklich, über 60 Minuten aber auch verdient.

Glück beanspruchte Solothurn ganz zum Schluss. Über anderthalb Minuten vor der Schlusssirene erzielten die Pfadi Espoirs den Anschlusstreffer zum 24:25 mit einem schön herausgespielten Fliegertor. Im folgenden Angriff hätten die Solothurner mit einem Treffer ihrerseits alles klarmachen können. Doch aufgrund eines Fehlpasses kam das Heimteam noch einmal in Ballbesitz und somit zur Chance auf den Ausgleich. Und tatsächlich landete der Ball zehn Sekunden vor Abpfiff im Gehäuse des TVS. Der Torlinien-Schiedsrichter hätte das Tor gegeben, der massgebende Feldschiedsrichter entschied jedoch sehr streng auf Stürmerfoul.


Riesigen Vorsprung innert Kürze verjubelt


Stand der TV Solothurn vor zwei Wochen noch auf der Seite der Verlierer, zuhause gegen Schaffhausen, und dies in einer sehr vergleichbaren Situation, war das Glück dieses Mal auf Seiten der Aarestädter. Blickt man jedoch auf das gesamte Spiel, hätten es sich die Solothurner auch leichter machen können. In den Startminuten spielten die Ambassadoren ihre Widersacher aus Winterthur nämlich regelrecht an die Wand. In der 8. Minute stand es 5:1 für die Gäste, nach 21 Minuten war der Vorsprung sogar auf acht Treffer (12:4) angewachsen. Im Normalfall kann man bei einem solchen Unterschied getrost von einer Vorentscheidung sprechen.

Aber der TVS ist bekanntlich immer wieder für eine Überraschung gut. In diesem Fall eine nicht sehr erfreuliche. Denn bis zur Pause schenkte die Truppe von Trainer Martin Prachar bereits den Grossteil des so komfortablen Polsters leichtfertig her (10:13). Der Seitenwechsel half den Gästen ebenfalls nicht. Vier Minuten nach Wiederanpfiff waren die Uhren wieder auf null, beziehungsweise 14:14 gestellt.


Starke Reaktion auf den Rückstand


Als die Pfader in der 52. Minute gar zwei Tore in Front lagen, zeichnete sich ein weiterer gebrauchter Tag für Solothurn ab. Wie schon in zwei vorherigen Spielen schienen die Aarestädter einen (sogar noch höheren) Vorsprung aus den Händen zu geben. Doch die Mannschaft konnte sich fangen, was sicherlich an der überragenden Leistung des eingewechselten Torhüters Fabio Brändle lag. Der junge Solothurner hielt in der Schlussphase jeden wichtigen Ball und sorgte dafür, dass der TVS die Führung zurückgewann und sie bis zum Schlusspfiff nicht mehr aus den Händen gab.

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