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Cupsieg am Heimturnier

Aktualisiert: 31. März

Handball. Zum ersten Mal fanden die regionalen Cupfinalspiele im Rahmen eines Final4-Turniers in Solothurn statt. Die SG Biberist aktiv feierte dabei in einem hochspannenden Herzschlag-Finale einen Last-Second-Sieg. Die anderen Solothurner Teams waren zwar nicht ganz so erfolgreich, dennoch war das zweitägige Turnier beste Werbung für den Handballsport.


Gaudenz Oetterli


Die Matchuhr zeigte 59:42, als Biberists Spielertrainer Philippe Kaech seine Timeout-Karte auf den Zeitnehmertisch legte. Sein Team gelangte nach einem Fehlwurf des Gegners rund 20 Sekunden zuvor bei 22:22-Unentschieden in Ballbesitz. Es blieb dem Team, bestehend aus Biberistern und Solothurnern, in ihrem Finale zuhause also ein letzter Angriff, um eine Entscheidung in der regulären Spielzeit herbeizuführen.


Auf der anderen Seite die PSG Lyss 2, die sich bis dahin tapfer geschlagen hatte, und einen zeitweiligen 5-Tore-Rückstand zur Hälfte der zweiten Halbzeit aufgeholt hatte. Sie sollten am Ende nicht belohnt werden für ihren vollen Einsatz. Nach drei Pässen, einem schönen, langen Kreuzen inklusive Sprungtäuschung, konnte Biberists Andri Tatarinoff durchbrechen und versenkte den Ball trotz Nervosität mit Schmackes im Lysser Tor und schoss damit seine Farben drei Sekunden vor Ende des Spiels ins Glück.


Starke Könizer Juniorinnen zeigen es allen


Der Sieg der SG Biberist aktiv, die aufgrund der Spielgemeinschaft mit dem TV Solothurn auch als zweite Mannschaft des TVS gilt, war der Höhepunkt eines gelungenen Finalturniers. Insgesamt zwölf Teams kämpften in acht Partien um die Cup-Pokale, dazu kam das NLB-Meisterschaftsspiel des TV Solothurn gegen den HSC Kreuzlingen.


Am Samstag gelang bei den Frauen den Köniz CATS, als U16 Juniorinnen, mit einem 35:20-Kantersieg gegen PSG Lyss der Einzug ins Finale. Dabei waren viele Handballfans in der Halle doch überrascht, wie stark die jungen Talente aus Köniz mit ihren 15 bzw. 16 Jahren auftraten. Kurz darauf zogen die Frauen des HBC Münsingen nicht minder deutlich mit 31:16 gegen Uni Bern nach und sicherten sich ihren Finalplatz. Bei den Männern blieben im Halbfinale die SG TV Länggasse/Köniz auf der Strecke (29:33 gegen PSG Lyss 2), der spätere Cupsieger Biberist schaltete die 3. Liga Mannschaft von Langenthal/Herzogenbuchsee aus (37:22).


Tags darauf folgte bei den Frauen nach den zwei deutlichen Halbfinal-Siegen also das Duell Köniz gegen Münsingen. Für viele galten dabei die Frauen aus Münsingen als Favoritinnen gegen die Juniorinnen aus Köniz, hatten sie doch schon mehrmals das Finale des Regio Cups erreicht und einmal sogar gewonnen. Dies entpuppte sich jedoch relativ schnell als Trugschluss. Die Jungtalente zeigten sich bestens aufgelegt und zogen nach der Startviertelstunde kontinuierlich davon. Mit 35:28 konnten sie am Ende triumphieren und den Pokal in die Höhe stemmen.


Junioren des TVS gegen stärkere Gegner chancenlos


Noch deutlicher fiel das Verdikt in den beiden Finalspielen der Junioren U15 und U17 aus. In beiden Spielen lautete die Affiche TV Solothurn gegen LakeSide Wacker-Steffisburg. In beiden Fällen setzten sich die grossen Favoriten aus dem Berner Oberland durch. Bei der U15 gleich mit 31:7, wobei es anzumerken gilt, dass die Solothurner in der Promotion Stärkeklasse 1 und die Thuner in der Elite spielen, das sind also zwei Ligen Unterschied. Den jungen Solothurnern, die in der Meisterschaft ohne Haftmittel spielen, war anzumerken, dass sie nervös waren und zu Beginn grosse Mühe mit dem klebrigen Ball hatten. Insgesamt war das Erreichen des Finals bereits ein grosser Erfolg, auch wenn es im Endspiel salopp gesagt "eins auf den Deckel" gab.


Enger gestaltete sich das Finale bei den U17-Junioren. Als unterklassige Inter-Mannschaft spielte der TV Solothurn auch in diesem Duell gegen ein Elite-Team von Wacker-Steffisburg. Wacker waren in diesem Spiel aber vor allem die Solothurner, die den favorisierten Thunern eine konzentrierte und starke Leistung abforderten. Am Ende ging der Pokal zwar dennoch an den Favoriten aus dem Berner Oberland, doch war dieser 30:22-Sieg beileibe kein Spaziergang. Bis zur 44. Minute lagen die Solothurner nur mit drei Toren im Hintertreffen und schnupperten gar an einer Sensation. In der Schlussviertelstunde schöpfte Wacker-Steffisburg dann jedoch die grosse Breite des Kaders aus, während bei den Solothurnern die Kräfte schwanden.


NLB-Team gegen Ligakrösus ohne Chance


Eingebettet im Finalturnier des Regio Cups war neben den acht Halbfinal- und Finalspielen auch das Meisterschaftsspiel des Fanionteams des TV Solothurn. Die NLB-Truppe trat als David gegen den Goliath aus Kreuzlingen an. Elf Siege am Stück reihten die Ostschweizer in der Nationalliga B zuletzt aneinander. Dieser gewaltigen Serie vermochte auch der TV Solothurn mit 25:35 kein Ende zu bereiten.

Bis kurz vor der Pause hielten die Solothurner gut mit dem Favoriten mit, noch in der 27. Minute lag die Truppe von Trainer Martin Prachar nur gerade mit 14:16 zurück. In der Folge jedoch zeigte der Gast, wieso Kreuzlingen zurecht als das stärkste Team der Liga gilt. Die Ostschweizer konnten aufgrund ihres breiten und ausgeglichenen Kaders durchwechseln und frische Kräfte bringen, und es war zu keiner Zeit ein Leistungsabfall zu bemerken. Neun Minuten vor dem Ende lagen die Ostschweizer mit 31:20 in Front, die Entscheidung war gefallen. Erfreulich für den TV Solothurn war in der Schlussphase immerhin, dass die letzten neun Minuten mit 5:4 gewonnen werden konnten, und das obwohl der TVS in diesen Minuten viele Spieler bereits schonte für die wichtigen Spiele gegen direkte Konkurrenten und gar noch zwei U17-Junioren einsetzte.


Fotogalerie folgt...






Die Fotos wurden geknipst von: Cornelia König Zeltner, Küre Werren und Urs Trösch

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