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Der Leader war eine Nummer zu gross

NLB-Handball. Obwohl der TV Solothurn mit dem Last-Minute-Sieg in Endingen ordentlich Selbstvertrauen tanken konnte, gehen die Ambassadoren zuhause gegen Wädenswil/Horgen als Verlierer vom Platz. Gegen die über 60 Minuten konstant starken Zürcher konnten die engagierten Solothurner nicht mithalten.


Gaudenz Oetterli


Bei Skirennen werden jeweils bei der Zielankunft alle Abschnittszeiten der Athletinnen oder Athleten gezeigt. Nur in den seltensten Fällen erzielen Siegerin oder Sieger in allen Abschnitten die Bestzeit. Zuoberst auf dem Treppchen steht immer, wer es fertigbringt, alle Abschnitte in den Top drei oder vier, vielleicht in einem oder zwei Sektoren Bestzeit zu fahren.


Was hat das nun mit der Handballpartie Solothurner gegen Wädenswil/Horgen zu tun? Nun Wädenswil/Horgen ist in der NLB Handball das Pendant eines solchen Siegfahrers. Die Zürcher haben nicht den produktivsten Angriff, sie kassieren auch nicht am wenigsten Tore, die Torhüter haben nicht die höchsten Quoten der Liga, aber dennoch führt "Wädi" die NLB mit vier Punkten Vorsprung auf Baden und Kreuzlingen souverän an. Eben deswegen, weil das Team von Trainer Predrag Milicic in jeder Kategorie unter den Top drei oder vier der Liga ist.


Die wichtigen Spiele folgen jetzt


Die Gäste zeigten auch im Solothurnischen CIS, wieso sie an der Spitze der Liga stehen. Obwohl ihnen die im Handball sonst üblichen Hünen fehlen, ist es doch beeindruckend, wie konstant die Zürcher auftreten. Ihre längsten Durststrecken zwischen zwei Toren betrugen am Samstag vier und fünf Minuten, dies aber gegen Ende des Spiels, als Wädenswil/Horgen bereits mit sieben Toren führte und einen Gang zurückschalten konnte. Als die Partie noch eng war, vor allem in der ersten Halbzeit, zeigten die Zürcher praktisch keine Schwächen.


Das Schlussresultat von 26:31 ist am Ende zwar ein klares Verdikt, dennoch ist die Lücke zwischen den beiden Teams nicht so gross, wie die Tabellensituation vermuten liesse. Dies sollte dem TV Solothurn für die beiden verbleibenden Spiele des Jahres Mut machen. Denn dort geht es gegen die direkten Konkurrenten. Steffisburg liegt drei Punkte vor dem TVS auf dem zehnten Platz. Danach folgt das Spiel gegen den einen Punkt besseren HS Biel, der überraschend gegen Fortitudo Gossau siegte und somit die rote Laterne wieder Aare abwärts an Solothurn abgab.



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