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Der TV Solothurn geht baden

NLB-Handball. Nun ist der missglückte Saisonstart Tatsache. Der TVS verliert auch die dritte Partie in der neuen Spielzeit. Der STV Baden versenkt die Gäste aus Solothurn gleich mit 35:23.


Gaudenz Oetterli


Eigentlich ist sich der TV Solothurn aus den letzten fünf Jahren in der NLB gewohnt, obenauf zu schwimmen – zumindest meistens. In vier der fünf Saisons spielten die Aarestädter in der Liga vorne mit und konnten sich mit den besten Teams der NLB messen. In dieser Saison kommt der TVS-Dampfer bisher jedoch noch nicht in Fahrt und die Fans der Solothurner mussten die letzten drei Wochenenden mit TVS-Dämpfern vorliebnehmen.


Gingen die ersten beiden Spiele gegen Möhlin und Kadetten jeweils nur knapp verloren, leistete sich das Team von Trainer Martin Prachar zuletzt gegen Baden einen richtig üblen Taucher. Von Beginn weg sah der TVS gegen die Aargauer kein Land und geht am Ende sage und schreibe mit 23:35 unter. Dies ist die höchste Niederlage seit fast fünf Jahren, als der TV Solothurn nach seinem Aufstieg in die NLB ebenfalls mit 12 Toren gegen die Kadetten Espoirs mit 24:36 verlor.


Eine Flut an Fehlern


Der STV Baden gehört traditionell zu den besten Mannschaften der Liga. Die letzte Saison mit dem neunten Platz nach der Hauptrunde und nur gerade neun Punkten aus 13 Spielen war die grosse Ausnahme. Denn im Normallfall schwimmen die Aargauer obenauf. Dennoch gelang es dem TV Solothurn in den letzten Jahren immer wieder, die starken Badener in Bedrängnis zu bringen oder gar zwei Punkte zu stibitzen. Nicht so im vergangenen Duell.


Baden ging mit dem ersten Treffer des Spiels in Führung und holte sich einen Start-Ziel-Sieg. In der 8. Minute erzielte Solothurn noch den Anschlusstreffer zum 3:4, danach begaben sich die Gäste gegen ein souverän aufspielendes Baden auf Tauchfahrt. Mit sieben technischen Fehlern und 13 Fehlwürfen resultierten in 30 Angriffen nur mickrige 10 Tore. Auf dem Konto des Gegners prangte hingegen eine fette 18.





Immerhin ein kleines Aufbäumen

Auch die zweite Halbzeit brachte dem TV Solothurn keine Besserung. Die Quote der technischen Fehler blieb gleich hoch (7), der Fehlwürfe waren es noch zehn nach dem Pausentee. Da sich das Heimteam auch nach dem Seitenwechsel keineswegs zurückhielt, zeigte die Anzeigetafel nach gut 40 Minuten die horrende Differenz von 26:12.

Wenn es aus dem desolaten Spiel etwas Positives mitzunehmen gibt für TVS-Trainer Martin Prachar, dann ist es die Tatsache, dass sich sein Team nicht komplett aufgab. Die letzten 20 Minuten der Partie konnten seine Jungs mit 11:9 für sich entscheiden. Das ist am Ende zwar ein kleiner Trost und täuscht nicht über die Tatsache hinweg, dass sich die Solothurner in den kommenden Spielen erheblich steigern müssen. Dennoch zeigt dies zwei Dinge: einerseits bewiesen die Aarestädter Moral, dass sie nicht aufsteckten und sich ihrem Schicksal ergaben, andererseits zeigte sich so auch, dass es grundsätzlich möglich wäre, mit einem starken Gegner wie Baden mitzuhalten. Es liegt nun am Trainer und seinem Team, eine solche Leistung endlich auch über die gesamte Spielzeit abzurufen.

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