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Die Wende ist noch nicht da

NLB-Handball. Trotz eines engagierten Auftritts verpasst der TV Solothurn im wichtigen Duell gegen Birsfelden die zwei Punkte. Die Aarestädter scheiterten nach völlig verpfiffener ersten Hälfte und Pausenrückstand in der zweiten Halbzeit vor allem daran, dass sie in der Deckung zu wenig diszipliniert agierten.


Gaudenz Oetterli


Es waren beinahe 45 Minuten gespielt, als in der Solothurner CIS-Halle bei den Einheimischen noch einmal Hoffnung aufkeimte. Kreisläufer Roland Szabo hatte soeben auf 19:21 verkürzt und in den vergangenen Minuten war Solothurn die stärkere Mannschaft auf dem Platz. In der Folge hielt TVS-Keeper Taro Diethelm zudem einen Penalty, doch der Abpraller landete wieder bei den Gästen aus Birsfelden. Und sie kamen durch einen zweifelhaften Siebenmeterpfiff noch einmal zu einer Chance – und diese liess sich der erst 17-jährige Birsfeldner Mak Ruhotina nicht nehmen.


Es war nicht der erste Pfiff der Unparteiischen, welcher die Solothurner an diesem Abend ungläubig zurückliess. Vor allem in der ersten Halbzeit schien jeder 50:50-Entscheid gegen den TVS zu fallen. Selber kassierten die Ambassadoren Strafe um Strafe und auf der anderen Seite liessen die Schiedsrichter vergleichbares Zulangen laufen. So mussten die Gastgeber wegen fünf Strafen ganze zehn Minuten in Unterzahl bestreiten. Mit diesem Handicap resultierte ein 10:13-Pausenrückstand.


Viel Frust nach motiviertem Auftritt


Bei dieser Differenz wogte das Spiel nach dem Seitenwechsel meist hin und her. Mal schaffte der TV Solothurn den Anschluss auf zwei Treffer, dann erhöhte Birsfelden wieder. Erst nach 50 Minuten, als Ruhotina per Penalty auf 23:19 für die Gäste erhöhte, lagen erstmals seit Beginn der Partie wieder vier Tore Differenz zwischen den beiden Teams. Die Mannen von Trainer Martin Prachar kämpften dennoch wacker weiter und verkürzten noch einmal auf 23:26 in der 54. Minute. Doch Birsfelden unterband die gute Solothurner Phase mit einem Timeout. Der Spielfluss des TVS war gebrochen, die Baselländer konnten jubeln, den Solothurnern blieb nur der Frust.


Mit dieser Niederlage verbleibt der TV Solothurn auf dem vorletzten Tabellenplatz, der einen direkten Abstieg in die Erstliga bedeuten würde. Mit sechs verbleibenden Partien und noch vier Gegner in realistischer Reichweite ist die Relegation nach wie vor noch zu vermeiden. Zumal auch die direkte Konkurrenz ein schwieriges Restprogramm hat, und vor allem weil Solothurn noch gegen drei Teams in unmittelbarer "Nachbarschaft" spielen kann.


Text: Gaudenz Oetterli / Foto: Küre Werren




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