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Eine gute Saison unter schwierigen Voraussetzungen

NLB-Handball. Diesen Samstag erfolgt der Start in die neue NLB-Saison. Die Vorbereitung darauf war nur kurz und für den TV Solothurn nicht optimal. Dennoch steigen die Aarestädter zuversichtlich in ihre sechste NLB-Spielzeit in Folge.


Gaudenz Oetterli


Der TV Solothurn und die NLB, das war in den vergangenen fünf Jahren eine Erfolgsgeschichte. Trotz kleinstem Budget der Liga und jeweils sehr jungen Spielern musste der TVS nicht einmal um den Ligaerhalt bangen. Wobei es zu erwähnen gilt, dass es in den letzten zwei Saisons aufgrund der Situation rund um Corona gar keine Absteiger gab.

Dennoch zeigen die Platzierungen in der Tabelle, dass es auch bei normalem Betrieb nie Anlass zur Sorge gegeben hätte. Mit einem dritten, einem vierten und einem fünften Platz bewiesen die Solothurner, dass sie mit den Besten der Liga mithalten können. Nur zwei Mal fand sich der TVS am Ende in der hinteren Tabellenhälfte (8. Und 10. Platz), lag aber punktemässig jeweils komfortabel vor den Abstiegsplätzen.


Hohe Fluktuation im Kader als gutes Zeichen


Jedes Jahr muss der TV Solothurn rund ein Drittel seines Kaders erneuern. Spieler verlassen den Verein, Neue kommen hinzu. Dies bedeutet in der kurzen Off-Season jeweils eine Menge Arbeit. Die hohe Fluktuation kommt nicht daher, dass beim TVS etwas schiefläuft, ganz im Gegenteil. Solothurn bildet junge Talente aus und führt sie an die NLA heran. Und wenn diese Talente reif sind, wollen sie sich natürlich in der höchsten Spielklasse durchsetzen und wechseln.

Nicht weniger als zwanzig aktuelle Kaderspieler in der NLA gingen den Weg über das NLB-Team des TV Solothurn. Ein Teil dieser Spieler wird auch in der kommenden Saison noch teilweise für die Ambassadoren auflaufen, dank einer Talentförderlizenz, welche den Einsatz in zwei Vereinen zulässt, sofern diese nicht in der gleichen Liga spielen.



Neuzugang: Tomas Reznicek


Keine optimale Vorbereitung


Dass die letzte Saison wegen einer Modusänderung und Verzögerungen durch die Corona-Restriktionen länger dauerte, kommt dem TV Solothurn für die kommende Spielzeit nicht entgegen. Durch die kürzere Vorbereitung blieb Trainer Martin Prachar und seinem Assistenten Alain Blaser weniger Zeit, die neuen Spieler zu integrieren. Kommt dazu, dass die vielen Spieler mit Talentförderlizenz in der ersten Phase der Vorbereitung alle noch bei ihren NLA-Teams weilten und somit im Training in Solothurn fehlten.

Dennoch blickt der Verein zuversichtlich auf den Start. Mit Tomas Reznicek gelang dem TVS ein sehr guter Transfer. Der 36-jährige tschechische Linkshänder stösst vom NLA-Verein GC Amicitia zu den Aarestädtern und wird im Hinblick auf die Stabilität des ansonsten sehr jungen Teams eine wichtige Führungsrolle einnehmen. Dies zeigte er bereits in den Vorbereitungsspielen. Neben Neuling Reznicek bleibt dem TVS mit Torhüter Taro Diethelm, Abwehrchef Martin Beer und Kreisläufer Roland Szabo die routinierte Mittelachse erhalten.


Erneut keine normale Saison


Am Samstag ist der TV Solothurn für das erste Spiel zum Beinahe-Derby in Möhlin zu Gast. Gegen die Fricktaler lieferten sich die Solothurner in den letzten Jahren meist enge Duelle. Eine Woche später wartet dann das erste Heimspiel, gegen die Kadetten Espoirs, bevor die Gegner dann Baden, Pfadi Espoirs und Stans heissen. Alle diese Gegner schlossen die letzte Saison in der hinteren Tabellenregion ab und die aktuelle Stärke ist unklar.

Klar ist hingegen schon – und dies entgegen aller Hoffnungen – dass es zum dritten Mal in Folge keine normale Saison geben wird. Sowohl Spieler und Staff wie auch Zuschauer werden wegen Corona weiterhin mit mühsamen Begleiterscheinungen rechnen müssen. Denn bereits musste das erste Spiel verschoben werden, da sich der STV Baden wegen eines positiven Falls in Quarantäne befindet.

Da nicht klar ist, wie die Saison zu Ende gespielt wird, ist es für den TV Solothurn umso wichtiger, gleich von Beginn weg den hinteren Tabellenregionen zu entfliehen und wie gewohnt vorne mitzuspielen. Mit dem ausbalancierten Kader von jungen Talenten und bewährten Kräften sollte dies auch in der sechsten NLB-Saison möglich sein.

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