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Gelingt dem TVS eine weitere Überraschung?

NLB-Handball. Während die verbleibenden Spiele in der NLB-Saison immer weniger werden, steigt die Nervosität im Abstiegskampf. Mit dem Auswärtsspiel gegen Wädenswil/Horgen wartet eine heikle Mission auf den TV Solothurn. Doch auch die direkten Konkurrenten haben schwierige Aufgaben zu lösen.


Gaudenz Oetterli


Drei Zähler holte der TV Solothurn aus den letzten beiden Spielen gegen die Pfadi Espoirs und Handball Endingen. Mit diesen wichtigen Punkten konnten die Ambassadoren in der Tabelle zu Steffisburg aufschliessen, wenn auch mit einem um 19 Treffer schlechteren Torverhältnis. Schlüssel zum Remis und dem Sieg war die wieder erstarkte Defensive der Solothurner. Doch genau diese Abwehr wird sich im kommenden Duell gegen den Tabellenzweiten, die SG Wädenswil/Horgen, auf einen harten Prüfstein gefasst machen müssen.


Die Zürcher dominierten in der Vorrunde die gesamte Liga und standen souverän an der Spitze. Neun Spiele in Folge konnten sie gewinnen, ehe es in der zehnten Partie gegen Kreuzlingen die erste Niederlage absetzte. Dieser liess das ambitionierte Team vom Zürichsee danach aber gleich wieder weitere sechs Siege folgen. Erst vor Kurzem musste sich das Team von Predrag Milicic vom Platz an der Sonne vertreiben lassen. Denn ein Team überflügelt in der NLB aktuell alle anderen, der HSC Kreuzlingen mit sagenhaften 15 Siegen am Stück.


Underdog, aber nicht chancenlos


Obwohl Wädenswil/Horgen die Dominanz der Vorrunde und mittlerweile auch vier Spiele verloren hat, gehen die Zürcher vor heimischem Publikum gegen den TV Solothurn natürlich als haushoher Favorit ins Rennen. Das bestätigt auch die jüngere Statistik der Direktbegegnungen. Von den letzten fünf Spielen (4x Meisterschaft und 1x Cup) konnte der TVS kein einziges gewinnen, zwei Mal setzte es sogar richtige Klatschen mit über zehn Toren Differenz ab, das Hinspiel in dieser Saison ging mit 31:26 ebenfalls an die Zürcher.


Ganz chancenlos ist der TV Solothurn jedoch nicht, denn vor einem Jahr erkämpften sich die Aarestädter in der Haupt- und der Aufstiegsrunde innerhalb von 12 Tagen zwei Mal ein Unentschieden (26:26 und 27:27). Sollte es den Mannen von Trainer Martin Prachar im kommenden Spiel wieder gelingen, den Gegner auf rund 25 Gegentreffer zu beschränken, dann liegt auch in dieser Spielzeit trotz grossem Unterschied in der Tabelle etwas drin.


Der Blick auf die Konkurrenz


Bei nur noch drei verbleibenden Spielen erfolgt auch immer schnell einmal der Blick in den Garten der Tabellennachbarn, zumal die Solothurner mit dem schlechteren Torverhältnis im Vergleich zu Steffisburg, und zwei Punkten weniger als Pfadi die schwierigste Ausgangslage haben. Die Berner Oberländer haben an diesem Wochenende eine ähnlich hohe – wenn nicht sogar noch höhere – Hürde zu überspringen. Steffisburg gastiert nämlich auswärts beim Ligakrösus aus Kreuzlingen. Aber Überraschungen sind immer möglich, wie die letzte Runde zeigte, als Solothurn gegen Endingen siegreich war, und Steffisburg gleichzeitig Gossau besiegte.


Auch der zweite Mitstreiter im Abstiegskampf, die Pfadi Espoirs, können sich nicht zurücklehnen. Sie treten am Sonntagabend gegen ihren Erzrivalen Kadetten Espoirs an. Und da die NLA-Mannschaft von Pfadi Winterthur gleichentags in den Playoffs auswärts gegen St. Otmar spielt, dürfte wohl keine Verstärkung von oben erwartet werden. Im Gegensatz dazu könnten die Schaffhauser in Bestbesetzung antreten, wenn sie das wollen. Denn die NLA-Kadetten spielen ihre Playoff-Partie gegen den BSV Bern am Tag zuvor.

All diese Gedankenspiele kann man weitertreiben, bis einem die Haare bluten, doch bringt dies am Ende alles nichts. Für den TV Solothurn zählt am Ende nur, was auf dem Platz geliefert wird. Und dort haben die Ambassadoren trotz schwierigster Ausgangslage bei nur drei restlichen Spielen noch alles in den eigenen Händen.



Die Partie SG Wädenswil/Horgen - TV Solothurn findet statt am 30. April um 18:00 Uhr in der Waldegg in Horgen. Das Spiel kann im Livestream verfolgt werden, die Links dazu sind auf unseren Social Media Accounts zu finden.


Text: Gaudenz Oetterli / Bild: Cornelia König Zeltner

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