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Kein Befreiungsschlag für den TV Solothurn

NLB-Handball. Es hätte eine Runde für Solothurn werden können, doch das Gegenteil traf ein. Der TVS verliert erneut, während drei direkte Konkurrenten am Tabellenende punkten und sich weiter absetzen.


Gaudenz Oetterli


Die schlimmste Nachricht der Runde ist sicherlich die eigene Niederlage in Birsfelden. Im Vierpunkte-Spiel gegen die Baselländer mussten die Solothurner bereits zum vierten Mal in Folge als Verlierer vom Platz. Besonders ärgerlich an der 28:30-Niederlage ist einmal mehr die Tatsache, dass die Ambassadoren erneut über lange Zeit mithielten, in den entscheidenden Momenten dann aber wieder reihenweise Fehlwürfe produzierte.


Abwehr nicht auf der Höhe


Nur 56 Prozent der Abschlüsse fanden über das gesamte Spiel den Weg in Tor, insgesamt 22 Schüsse verfehlten das Ziel oder wurden pariert. Birsfelden machte mehr technische Fehler als Solothurn (12:8) und bot den Gästen aus dem Mittelland somit die Gelegenheit, öfter anzugreifen. Und auch die Abschlussquote des Heimteams von 64 Prozent war nicht berauschend. All dies reichte für den TVS nicht aus, die Partie in die gewollten Bahnen zu lenken.

Im Gegenteil: nach anfänglicher Führung der Aarestädter glichen die Gastgeber in der 10. Minute aus und übernahmen nur 60 Sekunden später die Führung, die sie bis zum Schluss nie mehr aus der Hand gaben. Oft waren es Disziplinlosigkeiten in der Abwehr, die den Baselländern immer wieder gute Chancen eröffneten. So glänzte der rechte Flügel Mike Zwicky mit 8 Treffern aus ebenso vielen Versuchen. Auch der Linke Rückraum und Antreiber bei Birsfelden, Guillermo Corzo Gomez, verbuchte am Ende 7 Tore.


TVS muss Meisterschaftspause nutzen


Dreissig Gegentore in einem Spiel, das gab es in den letzten Jahren beim TV Solothurn nur höchst selten. Doch diese Zeiten sind vorbei. Aktuell ist diese Anzahl Gegentreffer eher Standard denn Ausnahme, im Schnitt kassiert der TVS gut 30 Tore pro Spiel. Ein Defizit, das kaum kompensierbar ist ohne absolute Bomber-Offensive. Und über eine Solche verfügen die Solothurner momentan nicht im Ansatz.

Da Stäfa und Möhlin jeweils zwei Punkte holten, bleibt der TVS Schlusslicht und hat nur noch zwei Teams in direkter Reichweite, die vorletzten Pfadi Espoirs und den HS Biel. In der kommenden Runde spielen diese beiden Mannschaften ihr Direktduell, das bedeutet, dass sicherlich ein Team Punkte holt. Der TV Solothurn hat nun eine spielfreie Woche Zeit, ein weiteres eigenes Versagen zu analysieren, hoffentlich die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen und den Kopf frei zu kriegen. Der nächste Gegner heisst dann vor heimischem Publikum Handball Stäfa.

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