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Städtli gegen Stadt

Aktualisiert: 12. Dez. 2022

NLB-Handball. Der TV Solothurn erzielte zuletzt einige Erfolge. Zuerst mit den zwei Punkten zuhause gegen die Kadetten Espoirs. Danach in Birsfelden in einem starken Spiel, das nach einem Protest nun ebenfalls einen Punkt geben wird. Dieses Momentum wollen die Aarestädter in das schwierige Spiel gegen den STV Baden mitnehmen.

Gaudenz Oetterli

Offiziell heisst es STV Baden, inoffiziell nennt sich der Verein nur «Städtli». Solothurn ist da weniger bescheiden und nennt sich mit Stolz Stadt, ganz ohne Diminutiv. Das täuscht sowohl aus geografischer und demografischer wie auch aus sportlicher Sicht über die Realität hinweg. Solothurn ist flächenmässig weniger als halb so gross wie Baden, und hat zudem weniger Einwohner. In Bezug auf die NLB-Handballmeisterschaft liegen die Solothurner ebenfalls im Hintertreffen. Während «Städtli» in der Tabelle von Rang 3 grüsst, trägt «Stadt» die rote Laterne mit sich herum.

TVS trifft auf alte Bekannte Wieder einmal, aus Sicht des TV Solothurn, sind die Vorzeichen vor einem Spiel also klar. Die Ambassadoren sind der Aussenseiter, der Gegner ist der Favorit, nicht nur des Heimvorteils wegen. Nach verhaltenem Saisonstart stabilisierten sich die Aargauer schnell und kletterten in der Tabelle Rang für Rang nach oben. «Städtli» besiegte neben den Mittelfeld-Mannschaften Stans, Endingen und Gossau zum Beispiel auch zwei Topteams. Sowohl gegen Leader Stäfa wie auch gegen das zweitplatzierte Wädenswil/Horgen holten sich die Badener das Punktemaximum. Auf der anderen Seite kann sich der TVS seine Saisonsiege an einem Finger abzählen. Mit aktuell offiziell nur zwei Punkten stehen die Stadt-Solothurner am Tabellenende. Das dürfte auch zwei Spieler des STV Baden ein wenig schmerzen. Denn Amer Zildzic und Roland Szabo, die heute für die Aargauer auf Torejagd gehen, spielten früher beide beim TV Solothurn. Obwohl sicherlich beide noch etwas TVS-Rot im Herzen tragen, dürften sie im Duell mit ihrem früheren Verein dennoch keine Gnade walten lassen, auch wenn die ehemaligen Teamkollegen die Punkte dringend benötigen.

Protest gegen Spielwertung gutgeheissen Der TV Solothurn auf der anderen Seite befindet sich seit Kurzem wieder etwas im Aufwind. Langsam kehren die vielen Verletzten zurück ins Training und können spielen. Zudem machte der letzte Auftritt, vor allem in der ersten Halbzeit, gegen Birsfelden Mut. Der TVS dominierte das Spiel in den ersten 30 Minuten und führte zur Pause mit 15:9. Nach einer schwächeren zweiten Hälfte unterlagen die Solothurner den Baselländern vermeintlich mit 24:25. Wie die Videoanalyse im Nachgang jedoch ergab, haben die Zeitnehmerinnen des TV Birsfelden dem TV Solothurn ein Tor nicht gegeben. Aus diesem Grund reichte der TVS Protest gegen die Spielwertung ein und forderte die Neuansetzung des Spiels. Birsfelden hingegen machte einen Tatsachenentscheid geltend und plädierte dafür, den Protest abzulehnen und einen Sieg für den TVB zu werten. Diese Woche wurde das Urteil gefällt und der Protest des TV Solothurn wurde gutgeheissen. Zwar wird das Spiel nicht wie gefordert neu angesetzt, aber zumindest wird die Partie korrekt gewertet, mit 25:25. Gegen diesen Entscheid könnten beide involvierten Vereine noch Rekurs einlegen. Der TVS verzichtet darauf und gibt sich trotz der Verfälschung des Spiels durch die Falschanzeige der Matchuhr in den letzten 18 Minuten mit dem Punkt zufrieden. Ob der TV Birsfelden Einsprache macht, ist dem TV Solothurn nicht bekannt. Dort hat das Team von Trainer Slavko Corluka sowieso Anderes im Kopf. Die «Städter» müssen sich voll und ganz auf das nächste Spiel zu konzentrieren, in Baden, bei «Städtli».

Die Partie STV Baden - TV Solothurn findet statt am 10. Dezember 2022 um 18.00 Uhr in der Aue in Baden. Das Spiel kann im Livestream verfolgt werden, die Links dazu sind auf unseren Social Media Accounts zu finden.


Fotos: Cornelia König-Zeltner



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